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Besitzerchronik, Bauergasse 3

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege stellt im Jahr 1987 fest, das das Haus Bauergasse 3 ein Baudenkmal von herausragender baugeschichtlicher Bedeutung ist. Das zweigeschossige Wohnhaus mit steilem Satteldach stammt aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Kern des 16. Jahrhunderts ist nicht nur vermutbar, sondern in dem Grundriß materiell greifbar.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der Bewohner des Hauses:

  • 1542 Hopfelmann Erben - auch die Magdalena
  • 1560 Magdalena Hopfelmann besitzt eine Wohnstatt und die ist 25 Schuh breit und 60 Schuh lang
  • 1564 Wolf Keller (Kelner), Maler - Sohn des Heinrich Kelner zu Untersteinach; steuert 1 Ort von 100 fl. Vermögen und zwei Jahre hernach 1 fl. von 300 fl. Vermögen
  • 1572 Die Behausung hat Markgraf Georg Friedrich durch die fürstlichen Räte dem Maler abkaufen; nun bewohnt durch Dr. Nikolaus Stadtmann (* 18. Februar 1531, † -?-). Der Herrschaft Haus ist vorher ein Bürgerhaus gewesen; wenn auch solches mittlerweile wieder an den Bürgerstand kommen oder gelangen sollte, muß Inhaber gleich anderer Bürger das Lehen von der Stadt suchen und sich allen bürgerlichen Mitleiden (Abgaben) unterwerfen! Das Haus liegt zwischen Prampers- und Lauterbach-Häusern.
  • 1573 Wohnhaus an Dr. Stadtmann um 766 fl. (= 1914 ca. 25.000,00 Mark); 120 fl. sollen noch hineingebaut worden sein.
  • 1580 Der Herrschaft Behausung da nun Dr. Hoffer wohnhaft ist Dr. Hoffers Witwe.
  • 1584 Dr. Sebastian Kayser fürstl. Brandenburgischer Hofrat († 11. Juli 1593 in Kulmbach). Die Witwe heiratete am 15. September 1594 den Hofrat Dr. Johann Fladenstein.
  • 1585 Junker Otto Pflug steuert 2 fl. 1 Ort von 150 fl. Vermögen.
  • 1635 Margaretha Pflug, geb. von Buchwald
  • 1645 Andreas Tauer, Hofbüttner, hat dieses Pflugische Haus von Georg Ernst von Döhlau, sächsischer Kammerjunker zu Dresden, wegen seiner Hausfrau Margaretha, geb. Pflug, um 196 fl. und 6 Rthl. erkauft.
  • 1654 Da dieses Haus wieder an den Bürgermann gekommen ist, sind die vorherigen Befreiungen erloschen.
  • 1657 Andreas Tauers Witwe
  • 1664 Johannes Löw, Hofschneider des Markgrafen Georg Albrecht - gebürtig aus Satteldorf bei Crailsheim.
  • 1671 Hans Adam Schmidt, Büttner (Sohn des Pfarrers Andreas Schmidt zu Lanzendorf), durch Heirat mit der Witwe Catharina Tauer
  • 1715 Johann Abraham Löw, Schneider, verh. mit Margaretha geb. Stöcker
  • 1749 Johann Friedrich Herold, Stadtapotheker, erkauft das von der Witwe Löw Wohnhaus "im Eberhacken bei dem Thurm der hl. Schwert genannt" um 185 fl. und 3 Thl.
  • 1763 Magdalena von Ghiel, Obristleutnantin, von der Bürgermeisterswitwe Maria Magdalena Herold um 850 fl. und 3 Dukaten.
  • 1763 Christoph Samuel Pensel, Archivar, von Frau Baronin von Ghiel durch Kauf.
  • 1775 Christoph Heinrich Geißler, Cammercommissar, kauft als Schwiegersohn des Commerzienrats Friedrich Müller zu Bischofsgrün das von Hofrat und Archivar Pensel Wohnhaus mit Keller und Hintergebäude um 625 fl. und 1 Duk.
  • 1789 Jakob Sandler, Büttnermeister, von Geißler um 1100 fl. und 3 Laubthl. erkauft.
  • 1793 Johann Jacob Sandler Erben
  • 1807 Erhard Uhlmann, Schreinermeister
  • 1812 Michael Christoph Kirchmeyer, Chirurg, aus der Uhlmann'schen Schuldenmasse um 950 fl. und 4 Preußen Thl. erkauft
  • 1837 Friedrich Wolf, Revierförster - vom Bäckergesellen Johann Georg Pöhlmann um 500 fl. erkauft, Ottokar Wolf
  • 1853 Wohnhaus Nr. 59 ganz massiv, mit Keller, Holzschlicht, Hühnerstall und Hofraum im Oberhacken, Gemüs- und Baumgarten mit Laube und Holzschlicht
  • 1882 Bernhard Weimann, Büttnermeister
  • 1895 Simon Wehner, Büttnermeister von Kauerndorf - Bierwirtschaft mit Biergarten
  • 1911 Rosalie Horn, Forstrechnungskommissärswitwe, Restaurateurin
  • 1917 Albert Howeg, Fabrikbesitzer
  • 1925 Caritas-Verein Kulmbach e.V. um 25.000 Mark gekauft
  • 1959 wird der Caritasverein Kulmbach e.V. umbenannt zu "Kath. Elisabethen-Heim Kulmbach e.V."
  • 1985 wird der Verein nach dem Weggang der Oberzeller Schwestern aufgelöst.
  • 1986 Katholische Kirchenstiftung Unsere Liebe Frau Kulmbach e.V.. Das Vermögen des aufgelösten Elisabethenvereins fällt der Kirchenstiftung zu

(Unveröffentlichtes Manuskript von Richard Lenker, ehemaliger Archivar der Stadt Kulmbach)